Schutz vor Inflation

Aktuell steigen die Preise für das tägliche Leben enorm an, weil das Geld weniger wert wird; ist die Geldanlage sicher?

Gerade bei den Lebensmitteln und den Energiekosten steigen die Preise derzeit ins Unermessliche! Grund dafür ist die Inflation, deren Rate in der Europäischen Union bei vier Prozent liegt! Wer jetzt noch ein Sparbuch führt, wird sicherer daran sein, dieses aufzulösen, denn der niedrige Zins reicht nicht als Schutz vor der Geldentwertung. Die Inflation einberechnet, bleibt der Geldwert, den man einbezahlt, durch die Zinsen nicht erhalten!

Die beste Empfehlung, die man machen kann, sind inflationsgeschützte Anleihen. Die Anleger haben schon reagiert. Als der Staat sein inflationsgeschütztes Papier auf den Markt brachte und die Laufzeit sogar bis ins Jahre 2013 verlängert hatte, stieg der Absatz um über zwei Milliarden Euro!
Inflationsgeschützte Anleihen gibt es so viele auf dem Markt, sodass das Volumen auf über 700 Milliarden Euro geschätzt wird. Die Nachfrage der Anleger ist riesig; wen wundert das in Anbetracht der Inflationsrate?

Die Anleihen mit Inflationsschutz, die der Staat ausgibt, sind untrennbar mit der Entwicklung auf dem Finanzmarkt. Normalerweise sind Zahlungen für Anleihen vom Bund festgelegt, sodass ein Auf und Ab auf dem Finanzmarkt keinen Einfluss auf die Zahlungen hat. Die Zahlungen bei inflationsgeschützten Anleihen steigen an, sobald sich die Inflationsrate erhöht. Das bedeutet, je weniger das Geld wert ist, umso mehr zahlt die BRD. Damit werden diese Anleihen inflationssicher gemacht.

Man nehme zur Verdeutlichung ein Beispiel: Man erwirbt die Anleihe mit 100 Euro. Die aktuelle Rendite darauf beträgt beispielsweise zwei Prozent. Darauf wird die aktuelle Inflationsrate angerechnet, die sich aus dem so genannten Verbraucherindex ergibt. Aktuell steht diese in dem Beispiel bei vier Prozent. Nun erhält man zu seinen 100 Euro also die festen zwei Prozent plus die vier Prozent, hat also sechs Prozent Rendite. Steigende Inflationsrate bedeutet steigende Rendite und auch andersherum.