TecDax
Als Nachfolger von dem NEMAX50 wurde im Jahre 2003 der TecDAX eingeführt, aber was genau ist der denn deutsche TecDAX?
Als deutscher Aktienindex wurde der TecDAX als Nachfolger vom NEMAX50 eingeführt. Dieser hatte schlechte Publicity bekommen, als Bilanzfälschungen und Insidergeschäfte die Runde machten. Der TecDAX gehört dem Prime Standard an, genauso wie der DAX, SDAX und der MDAX.
Aus 35 Unternehmen der Branche Technologie werden die 30 größten Unternehmen im TecDAX zusammengefasst. „Groß“ wird in diesem Fall bezogen auf zwei Kriterien: Der Marktkapitalisierung und dem Orderbuchumsatz. Diese Regelung nennt man 35/35-Regel.
Die Periode, in der die Marktkapitalisierung und der Orderbuchumsatz erfasst werden, erfolgt einmal im Quartal. Stehen aus dieser Analyse die Werte zur Verfügung, wird abgewogen, welche Unternehmen in den TecDAX entweder neu zugehen oder auch heraus genommen werden.
Neben der Marktkapitalisierung und dem Orderbuchumsatz fallen noch weitere Kriterien ins Gewicht: Das Unternehmen muss im Prime Standard der Deutschen Börse zugelassen sein. Mit dem elektronischen Rechnungssystem XETRA muss fortlaufend gearbeitet werden. Außerdem muss die so genannte Free-Float-Gewichtung beachtet werden. Das bedeutet, dass ein Unternehmen möglichst viele frei handelbare Wertpapiere auf dem Markt hat. Frei handelbar meint, dass Aktien der Mitarbeiter eines Unternehmens hier nicht berücksichtigt werden. In der Regel müssen mindestens fünf Prozent der Aktien eines Unternehmens auf dem freien Börsenmarkt handelbar sein, also mindestens fünf Prozent der Aktien dürfen keine Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens handeln.
Der TecDAX wird ähnlich berechnet, wie der DAX: Nach XETRA-Schluss um 17.30 Uhr wird der Late TecDAX (L-TecDAX) ausgewertet, der von den so genannten Parkettkursen abhängt. Dieser L-TecDAX bietet den entscheidenden Parameter nach dem Handelsschluss vom XETRA.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der TecDAX widerspiegelt, wie sich die 30 umsatzstärksten Unternehmen aus den 35 größten und umsatzstärksten Unternehmen aus der Technologiebranche entwickeln. Um im TecDAX aufgenommen zu werden, müssen natürlich bestimmte Kriterien erfüllt sein.
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