Prime & General Standard
Bei den frei handelbaren Wertpapieren ist häufig die Rede von General und Prime Standard, aber was ist das denn genau?
Dass beide Standards Teilbereiche der Deutschen Börse sind, wird schon bekannt sein. Aber wie unterscheiden sich diese beiden Teilbereiche genau? Der Prime Standard ist eine der Bedingungen, um in bestimmte Aktien Indizes aufgenommen zu werden. Hierzu gehören der DAX, MDAX, TecDAX und der SDAX. Eingerichtet wurde der Prime Standard im Jahre 2003, als die Deutsche Börse einige Um- und Neustrukturierungen vertragen konnte. Das Ziel des Prime Standards war es, den deutschen Aktienmarkt für ausländische Investoren attraktiver zu machen. Dass eine erhöhte Transparenz dazugehört, ist nachvollziehbar. Weiterhin ist im Prime Standard neben anderen Gesetzesvorschriften die Tatsache enthalten, dass die Aktien und die dazugehörigen Informationen in englischer Sprache veröffentlicht werden. Nur so konnte der deutsche Aktienmarkt für Investoren aus dem Ausland interessanter werden.
In den genannten Transparenzerfüllungen sind unter anderem folgende Kriterien enthalten: In englischer Sprachen müssen Zwischenberichte der Unternehmen veröffentlich werden. Häufig geschieht dies zum ersten oder zum dritten Quartal eines Kalenderjahres. Die Rechnungsstandards, die internationale Gültigkeit haben, müssen angewandt werden. Börsennotierte Unternehmen haben einen so genannten Unternehmenskalender zu führen – und diese im Prime Standard zu veröffentlichen. Analystenkonferenzen müssen einmal jährlich stattfinden. Weitere Kriterien, die an dieser Stelle zu tief gehen würden, sind Bedingung, den Prime Standard zu erfüllen. Der Prime Standard zielt eher auf Großunternehmen ab.
Der General Standard ist eine abgespeckte Version vom Prime Standard; wie der Name „General“ schon sagt, ist dieser Standard allgemeingültiger. Weiterhin werden im General Standard KMUs gelistet – also Klein- und mittelständische Unternehmen. Im General Standard sind daher die Umsatz- und Stückzahlenbedingungen wesentlich geringer, damit auch die Unternehmen, die mithilfe der Börse Gewinne einfahren wollen, aber noch relativ klein oder eben mittelständisch sind, ebenfalls ein gutes äußeres Ansehen haben, indem sie den General Standard erfüllen.
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