Börse: Ein wenig Risiko gehört dazu

Ohne Risiken wäre die Börse nichts, wo sich risikobewusste Anlagetypen austoben könnten, um hohe Gewinne einzufahren.

Verluste gehören zur Börse. Gäbe es keine Verluste, könnte man nicht von der risikoreichen Börse sprechen. Nur durch Risiken an der Börse ist mit hohen Gewinnen zu rechnen, die erfolgreiche Aktionäre und clevere Anleger so schätzen. Eines der größten Risiken an der Börse ist, dass man sich nicht auskennt und wild drauf losspekuliert, ohne die Regeln und Risiken zu kennen. Das Aufzeigen einiger Risiken kann Verlusten vorbeugen:

Das Insolvenzrisiko: Mit dem Kauf einer Aktie kauft sich der Aktionär einen Anteil an einem Unternehmen. Das bedeutet, dass dieser anteilsmäßig an Gewinnen und an Verlusten beteiligt ist. Man könnte durch den Einkauf in das Unternehmen behaupten, der Aktionär sei ein Unternehmer, der in ein Unternehmen investiert hat und mit Gewinnen, aber auch mit Verlusten rechnen muss. Wenn sich die Aktien des Unternehmens derartig negativ entwickeln, dass man nur noch Verluste schreibt, kann man mit der Insolvenz und damit zum Totalverlust für den Anleger rechnen. Der Aktionär wird zum Gläubiger, weil das Unternehmen ihm Geld schuldet. Allerdings steht der Anleger, der sich des Risikos des Verlustes bewusst sein muss, ganz hinten auf der Gläubigerliste, dass der Aktionär also irgendwann seinen Einsatz wieder sehen wird, ist eher unwahrscheinlich. Die Insolvenzverwalter kümmern sich zuerst um Banken, Energieversorger und andere Gläubiger.

Das Dividendenrisiko: Wie die Gewinnausschüttung für den Aktionär aussieht, wird dann deutlich, wenn das Unternehmen den genauen Wert seiner Gewinne kennt. Die einfache Regelung ist, dass im Falle steigender Unternehmensgewinne natürlich auch die Dividende der Aktionäre steigt. Damit ist auch nachvollziehbar, dass im Falle von Verlusten im Unternehmen die Dividende nicht nur sinken kann, sie kann auch komplett gestrichen werden.

Das psychologische Marktrisiko: Die Börse besteht aus Spekulationen und diese ergeben sich aus Gerüchten, die auf der Börse kursieren. Wenn ein Aktionär eine leichte Verkaufswelle der Aktien mitbekommt, die auch er gekauft hat, verstärkt sich sein Eindruck, dass es Zeit wäre, die Aktien zu verkaufen, um auf Verluste zu verzichten. Nun macht dieses Gerücht die Runde, sodass letzten Endes tatsächlich der Kurs der Aktie derartig sinkt, dass viele Aktionäre verkaufen.